 |
Der Rohbau des Originals
wurde im Jahr 1997 auf einer chinesischen Werft im Auftrag der DAMEN
Werft/Holland gebaut und nach Holland verbracht, um dort vollendet zu
werden. Die ELIZABETH wurde dann an die Reederei L.H. Visser & ZN. In
Oosterend geliefert. Diese gab das Schiff in Vollcharter an die ITC (
International Transport Contractors) weiter, die sich um die Vermarktung kümmerten.
Die Besatzung wurde aber weiterhin von der Fa.Visser
gestellt. Das Modell „ Shoalbuster“ ( diesen Typ
gibt es in verschiedenen Größen) ist mir bei der Durchsicht von diversen
Schleppermagazinen aufgefallen und die ITC war dann so freundlich mir
entsprechende Planunterlagen, unter Wahrung der Geheimhaltung zur Verfügung
zu stellen. Ferner hat mich Hr. Visser jr. mit umfangreichen Fotos
ausgestattet. Außerdem hat mir die DAMEN Werft eine CD mit ca. 150 Fotos
von dem Original geschickt. Die ELIZABETH wurde inzwischen an Damen Marine
Services verkauft und durch ein größeres Modell ersetzt. Die ELIZABETH
ist zur Zeit in einer Langcharter im Persischen Golf zum Bau einer künstlichen
Insel eingesetzt.
|
Beim Bau begann ich wie alle
meine Projekte mit Erstellung eines Spantgerippes und dessen Beplankung,
um eine Urform herzustellen. Nach unendlichen Schleif – und Spachtelgängen
, dem Einreiben mit Trennmittel und dem Laminieren mit Epoxydharz und Glasfasermatte
( max.80g/qm) erhält man – wenn man alles richtig gemacht hat
– einen Rumpf, der auch den härtesten Ansprüchen eines
Schlepperalltages gewachsen ist. Schon zu diesem Zeitpunkt ist es absolut
notwendig, sich über die späteren Einbauten (Akku, Motoren, Elektronik
etc.) Gedanken zu machen und eine ersten Schwimmversuch durchzuführen, um
die tatsächliche Zuladung zu bestimmen. Ich habe es mir zu Angewohnheit
gemacht, alle Deckpartien und Aufbauteile entweder aus Platinenmaterial
oder Messingblech herzustellen. Beide Materialien haben ungeahnte Vorteile
gegenüber dem häufig verwendeten Kunststoff. Eine sauber ausgeführte Lötnaht
an einem Bauteil aus Platinenmaterial ist um ein vielfaches haltbarer, als
eine Klebenaht. Außerdem lassen sich in dem Platinenmaterial Fenster- und
Türöffnung mit fantastischer Genauigkeit einbringen. Durch die große
Vielfalt an Messingprofilen am Markt sind so mit einem Lötkolben, einer
Zange und einer kleinen Feile auch funktionierende Scharniere und Klappen
herzustellen. Es ist möglich Scharniere mit einem Bolzendurchmesser von
nur 0,2mm auch für den Ungeübten herzustellen. Nachdem ich dann das Deck
und den Aufbau im Rohbau fertiggestellt hatte wurde ein weiterer
Schwimmtest durchgeführt. Der Rumpf der ELIZABETH hat in meinem gewählten
Maßstab eine Zuladung von ca. 30kg, sodass ich mit dem Gewicht und den
Einbauten nicht sparsam zu sein brauchte. Das führte dazu, dass ich das
vordere und hintere Schanzkleid aus 0,5mm Messingblech erstellen konnte
und es dadurch auch härteste Stöße abfangen kann. Natürlich wurde das
Schanzkleid auf Stoß mit dem Deck aus Platinenmaterial verlötet. Zusätzlich
wurden dann noch die Schanzkleidstützen eingelötet.
Am hinteren Schanzkleid auf der Steuerbordseite befindet sich ein Kasten
mit Zugangsklappen zum Maschinenraum und Rudermaschinenraum. Da bei mir
alle Klappen mit Scharnieren versehen sind und mit Vorreibern zu verschließen
sind, habe ich hier die „Schaltzentrale“ versteckt. Unter der hinteren
Klappe befinden sich die Ladebuchsen und davor befindet sich der
Hauptschalter. Der Kransockel ist ebenfalls aus Messingblech. Nachdem der
Rohbau so weit fortgeschritten war, konnte ich nun mit der Montage der
Motoren und Akkus beginnen. Die ungefähre Lage habe ich schon beim ersten
Schwimmtest festgelegt. Die ELIZABETH wird mit zwei 12V Elektromotoren der
Marke Elefant angetrieben. Diese sind direkt auf die Welle gekoppelt und
werden von Bleiakkus mit einer Gesamtstärke von 21Ah gespeist. Die
Motoren sind je über einen Regler steuerbar und zusätzlich hat das
Modell auch noch ein Bugstrahlruder. Diese Einrichtungen sorgen für eine
exzellente Manövrierfähigkeit. Die große Schleppwinde auf dem
Achterdeck – gebaut von Ridderinkhof – wird im Modell von einem
Schrittmotor angesteuert. Dieser ist über eine Elektronik so geschaltet,
dass er bei eingeschaltetem Modell blockiert und über das
Multiswitchmodul der Fernsteuerung gesteuert wird. Beim Original des
Deckkran handelt es sich um eine Konstruktion aus dem Hause EFFER. Der
Modellkran besteht auch aus Messing und wird über kleine Elektromotore
mit Gewindestangen zum Leben erweckt. Die Drehbewegung führt ein Servo
mit Riemenantrieb aus. Der Kran hat ohne diesen Servo schon ein Gewicht
von 1,2kg.
Für Vergrößerungen der Bilder bitte auf die Miniaturen klicken!
|
| - |
- |
 |
 |
| Rumpfschale mit Akkus |
Schubschulter |
 |
 |
| Rohbau an Land |
Schleppwinde mit Schrittmotor |
 |
 |
| Jetzt kommt Farbe ins Spiel... |
Die Wanne ist voll.... |
 |
 |
| ...noch im Robau |
Seitenansicht |
| - |
- |
|