Allgemein: Die Schlepper sind ASD-Schlepper mit zwei Ruderpropellern unter dem Heck.
Sie sind ca. 3,5 m vom Heck montiert und dabei um etwa 5° nach hinten gekippt, um die Winkel der Kardangelenke zu verringern
und die Antriebsleistung zu verbessern. Die beiden Schottel Ruderpropeller sind vom Typ SRP 1515 FP mit Festpropellern von 2,60m
Durchmesser, die in Düsen laufen. Die Ruderpropeller ragen dabei um ca. 1,40 m unter dem Rumpf heraus. Das vom Bug bis ca. 6m
vorm Heck verlaufende Totholz reicht am heckseitigen Ende bis Unterkante Antriebe und bietet dabei einen gewissen Schutz für
die Antriebe im Falle einer Grundberührung und verbessert den Geradeauslauf der Schlepper. Der Rumpf ist mit zwei Schlingerkielen
ausgestattet. Die Ruderpropeller werden von zwei ABC Dieselmotoren vom Typ 8DZC mit je 1.945kW (2.645PSe) bei 1.000U/min angetrieben,
die über Kardanwellen und Zweischeibenkupplungen mit den Ruderpropellern verbunden sind. Mit dieser Motorisierung erreichen
die Schlepper eine maximale Freifahrtgeschwindigkeit von 12kn und Pfahlzüge von 66t vorwärts sowie 63t rückwärts. Die Schlepper
sind mit einem hydraulisch betriebenen Bugstrahlruder von Hydro-Armor von 235kW und 2,4t Schub ausgerüstet. Die Schlepper
haben eine Bunkerkapazität von 97m3 Diesel und 23m3 Trinkwasser. Die Schlepper sind nach FiFi1 Standard
mit einer entsprechenden Anlage von Fischcon ausgerüstet. Zwei Step-Up Getriebe-Pumpeneinheiten mit einem zusätzlichen Abtrieb
sind an der Vorderseite der Hauptmotoren montiert. Sie haben eine Leistung von 1,380m3/h und versorgen zwei
Alco Monitore und die Selbstschutz-Sprühanlage mit 2x 1.200m3 bzw 360m3/h.
Tank Top Deck:
Vom Bug zum Heck sind angeordnet. Kettenkasten, Store, nebeneinander zwei Zweibettkabinen
mit Nasszelle, Wäscherei und ein Büro. Dahinter folgt der Maschinenraum mit dem abgeteilten Maschinenkontrollraum, den Hauptmaschinen,
zwei Cummins Generatorsets mit 113kVA und zwei von den Hauptmaschinen je nach Bedarf über die zusätzlichen Abtriebe der Getriebe
der Feuerlöschpumpen betriebenen Hydraulikeinheiten. Den Abschluss bildet der Ruderpropellerraum.
Hauptdeck:
Auf dem erhöhten Vordeck ist eine hydraulisch betriebene kombinierte Anker- und
Schleppwindewinde von BOPP angeordnet, einer französischen Firma. Sie hat zwei Kettennüsse, zwei Schlepptrommeln und zwei
Spillköpfe. Jede der Schlepptrommeln hat eine Kapazität von 400m Stahldraht von 48mm Durchmesser. Die Zugkraft ist 18t, die Bremskraft 150t.
Vor der Winde ist ein Schlepppoller mit drei Pfosten und dazwischen zwei Seilführungen montiert. Die Kettenstopper sind in das
Windenfundament integriert. Hinter der Winde steht das Deckshaus. In ihm sind auf Höhe des Vordecks zwei Einzelkabinen mit eigener
Nasszelle für Kapitän und Chefingenieur untergebracht. Dahinter liegt auf Höhe des Achterdecks die über die ganze Breite gehende
gemeinsame Kombüse und Messe. Ein Toilettenraum ist direkt vom Achterdeck zugänglich. Auf dem Achterdeck/Schleppdeck ist hinter
dem Deckshaus die hydraulisch betriebene Schleppwinde montiert. Sie stammt ebenfalls von BOPP und hat eine Schlepptrommel und
einen Spillkopf. Die Trommel hat ebenfalls ein Kapazität von 400m Stahldraht von 48mm Durchmesser. Die Winde hat eine Zugkraft
von 18t und eine Bremskraft von 150t. Außerdem ist ein Mampaey Schlepphaken am Windenfundament montiert. Hinter der Winde ist
ein Doppelkreuzpoller mit Seilführung aufgestellt.
Bootsdeck:
Es bildet das Dach über den Unterkünften und ist höhenmäßig Vor- und Achterdeck angepasst.
Am achteren Ende ist als Rettungsboot ein Festrumpfschlauchboot mit Außenbordmotor und der zugehörige 1t tragende Bootskran
untergebracht. Vor den beiden Abgaspfosten und Lüftungsschächten führen beidseitig Treppen zum erhöhten Vorderteil des Bootsdecks.
Vor den Treppen ist je Seite eine Rettungsinsel montiert. Auf dem erhöhten Bootsdeck sind quer vor der Brücke Schlauchanschlüsse
plaziert. Weitere fünf Stufen führen zum Brückendeck.
Brückendeck:
Es beherbergt das Steuerhaus. Zwei Fahrstände sind jeweils links und rechts der Schiffslängsachse
angeordnet. Dazwischen wurde der auf Schienen laufende Sessel des Schiffsführers angeordnet. Das Steuerhaus ist der besseren
Sicht wegen mit raumhohen Fenstern verglast. Die Navigationsausrüstung stammt weitgehend von Furuno. Das VHF System kommt von Icom.
Topdeck:
Das Dach des Steuerhauses trägt den Mast, Kommunikationsantennen , den Magnetkompass und zwei Feuerlöschmonitore.