Allgemein: Die AHT URANUS und AHT ORCUS sind zwei konventionelle Hochseeschlepper /AHT mit
zwei Propellern in feststehenden HR-Düsen von Lips-Wärtsilä. Hinter jeder Düse ist ein TIMON Flossenruder mit offener Anlenkung
der Firma van der Velden Barkemeyer eingebaut. Die beiden Ruder werden von Rolls-Royce Rudermaschinen angetrieben und können
unabhängig voneinander gestellt werden. Die Schlepper sind gemäß Eisklasse E des Germanischen Lloyd verstärkt. Sie sind damit für Treibeis und Küstengebieten ausgelegt.
Der Rumpf hat einen Spantabstand von 600mm und ist mit Blechen von 12 bis 16mm Dicke beplankt. Angetrieben
werden die beiden Schlepper von vier MaK Dieselmotoren. Auf jede Schraube wirken zwei Motoren vom Typ 9M32 mit je 4.500kW (6.120PSe)
bei jeweils 600U/min. Die bei den 220t Schleppern installierte sogenannte Vater + Sohn Konfiguration war bei den erforderlichen 9.000kW
je Schraube mit den zur Verfügung stehenden Motoren nicht möglich. Aber auch so ist ein wirtschaftlicherer Betrieb im Teillastbereich
möglich, da ein 4.500kW Motor bei Volllast weniger verbraucht als ein Typ 9M43 mit 9.000kW bei 4.500kW. Die Motoren können mit
Schweröl (HFO = heavy fuel oil) betrieben werden, was gegenüber Marinediesel (MFO) je Tonne Treibstoff eine Ersparnis von ca. 140US$/t
(Februar 2010) ermöglicht, bei allerdings durch die erforderliche HFO-Vorwärmung höheren Investitionskosten. Im Juli 2008 betrug
die Einsparung bis zu 400US$/t. Die Firma Wärtsilä lieferte die beiden Getriebe vom Typ TCH270-S58 mit einer Übersetzung von 1:4,918,
sodass die Propeller mit 122U/min betrieben werden. Die Motoren sind über Kupplungen mit den Getrieben verbunden. Je Getriebe
gibt es einen Nebenabtrieb für einen Wellengenerator mit einer Leistung von 2.000kW, der ebenfalls über eine Kupplung verfügt.
Die Wellengeneratoren wurden auch von Zeppelin Power Systems geliefert, dem deutschen Exklusivhändler für Caterpillar und MaK
Produkte. Die 4-Blatt-Verstellpropeller vom Typ 4D1300 haben einen Nabendurchmesser von 1,30m und einen Gesamtdurchmesser von
5,00m. Sie kommen von Wärtsilä (vormals Lips). URANUS erreichte auf der Probefahrt eine maximale Geschwindigkeit von 17kn, mit
nur zwei Maschinen bei 80 % MCR kann eine ökonomische Geschwindigkeit von ca. 12kn erreicht werden. Der maximale Dauerpfahlzug beträgt 285t
und bei 110% Dauermaschinenleistung (MCR) wurden 301t gemessen. Mit nur zwei Motoren erreichte URANUS 176t. Als Folgerung aus
der Kenterung der BOURBON DOLPHIN in 2007 wird eine weitere Pfahlzugmessung gefordert. Sie findet im sogenannten DP- Modus statt.
Dabei laufen die Wellengeneratoren zur Versorgung der Querstrahlruder mit, so dass 4.000 kW weniger für den Vortrieb zur Verfügung
stehen. URANUS erreichte in diesem Modus 230t Pfahlzug. ORCUS erreichte einen Dauerpfahlzug bei 100% MCR von 297 t und einen maximalen Pfahlzug bei 110% MCR von 306 t.
Die Bunkerkapazitäten betragen: 172m3 Marine Gasöl (MGO),
3.420m3 Schweröl, 83m3 Trinkwasser und 316m3 Ballastwasser. Zwei Bugstrahl- und ein Heckstrahlruder
erlauben zusammen mit dem Zwei-Schrauben-Antrieb mit unabhängig verstellbaren Rudern ein dynamisches Positionierungssystem nach
DP2 Standard. Die drei Querstrahlanlagen jedes Schleppers sind von Schottel geliefert worden. Das Heckstrahlruder ist vom Typ STT1
CP, ist elektrisch angetrieben und mit einem Verstellpropeller von 1,29m Durchmesser ausgerüstet. Die Antriebsleistung beträgt
400kW. Die beiden Bugstrahlruder sind vom Typ STT4 CP mit Verstellpropellern von 1,99m Durchmesser und je 1.200kW Antriebsleistung.
Die beiden Schlepper sind mit einer Feuerlöschanlage nach FiFi1 Standard ausgerüstet. Die Kumera-Feuerlöschpumpen sind an das
Frontende der beiden äußeren 9M32-Hauptmaschinen gekuppelt. Sie leisten je 1.400m3/Std bei 14bar Druck und versorgen
zwei Löschmonitore mit je 1.200m3/Std sowie die Selbstschutzanlage. Das System stammt von Fire Fighting Systems aus
Norwegen. Die Selbstschutzanlage ist, wo möglich, in den Handläufen von Schanzkleid und Reling installiert.
Verbreiterung:
Beidseitig wurden 1,20m breite Luftkästen auf die vorhandenen Bordwände aufgesetzt.
Sie beginnen ca. 14m hinter den Bug und enden ca. 12m vor dem Heck. Die Oberkante liegt jeweils auf Höhe der freien Decks, z.B.
Hauptdeck, Zwischendeck und Backdeck. Die Unterkante liegt ca. 3,50m oberhalb des Kiels, um die Seekästen frei zu halten. Es
waren zusätzlich Anpassungen im Detail erforderlich, wie z.B. an den Bullaugen, den Rettungsinseln und der Davit des Rettungsbootes.
Tanktop Deck:
Vom Bug zum Heck sind auf dem Tank-Doppelboden untergebracht: die Bugstrahlruder,
ein Raum mit Kläranlage und der Generatorraum mit zwei Caterpillar Generatorsets vom Typ 3412 mit je 625kVA/500kW Leistung sowie
der HFO-Vorwärmung. In diesem Bereich sind seitlich der Räume Treibstofftanks untergebracht. Dahinter liegt der Maschinenraum
mit den Kettenkästen für Riganker, den vier Hauptmotoren, den Getrieben mit Wellengeneratoren und den Feuerlöschpumpen. Ganz
achtern befindet sich der Heckstrahlruderraum, der in Tanks eingebettet und vom nächsthöheren Deck aus erreichbar ist.
Plattformdeck:
Das Plattformdeck hat im Bereich des Maschinenraums zwei große Öffnungen für die
Hauptmaschinen. Achtern, im Anschluss daran, befindet sich jeweils an Steuerbord und Backbord ein Werkstattraum. Dann folgen
Treibstofftanks. Ganz im Heck befinden sich die beiden Ruderanlagenräume und dazwischen der Raum für die Hydraulik der Karm Forks
und Schlepppfosten. Der Zugang erfolgt über einen Mittelgang innerhalb der Treibstofftanks. Von diesem Gang gibt es einen Abstieg
zum Heckstrahlruderraum. Vor den Hauptmaschinen sind die Abgasrohre mit ihren Schalldämpfern angeordnet. Davor ist die Speicherwinde
für den von den Klassifizierungsgesellschaften vorgeschriebenen Reservedraht aufgestellt. Sie stammt von Hatlapa und fasst 83mm x 1.600m
Schleppdraht. Auch in diesem Bereich sind zwischen Räumen und Bordwand bis hin zum Bug Treibstofftanks eingebaut. Vor dem
Maschinenraum befindet sich der zugehörige Steuerstand. Von diesem Raum gibt es einen Zugang zum Bugstrahlruderraum.
Hauptdeck:
Das Deck teilt sich in das offene Arbeits-/Achterdeck und den Aufbaubereich. Auf dem Achterdeck
steht flankiert von Aufbauteilen und Schanzkleid die elektrisch angetriebene Wasserfall-Schleppwinde der Firma Hatlapa vom Typ SWI 5000/6000.
Sie ist mit drei Trommeln ausgerüstet. Die Winde besteht aus fünf Hauptbaugruppen. Die Aufspulvorrichtung ist wegen der hohen
Kräfte als gesonderter Rahmen hinter die Winde gesetzt. Sie ist vom Eigner manuell gesteuert geordert worden, nicht Computer gesteuert.
Die nächsten beiden Baugruppen sind die unteren zwei Trommeln für Ankerarbeiten mit einer Kapazität von je 83mm x 2.000m Draht.
Deren Haltekraft beträgt 600t, die maximalen Zugkräfte 500t/ 250t bei 3,5/ 7m/min. Die obere Trommel ist in einer weiteren
Baugruppe untergebracht. Sie trägt den Hauptschleppdraht und hat ebenfalls eine Kapazität von 83mm x 2.000m. Sie hat eine
Zugkraft von 250t/ 125t bei 7,5/ 15m/min in der ersten (untersten) Lage sowie eine Haltekraft 400t. Zwischen oberer und unterer
Trommel ist die Antriebsgruppe mit beidseitig je zwei Elektromotoren montiert. In ihrer Hauptachse sind im Stand schaltbare
Klauenkupplungen eingebaut, die es ermöglichen, beliebige zwei der drei Trommeln unabhängig voneinander mit gleichen Geschwindigkeiten
aber halben Kräften zu betreiben. Die Geschwindigkeit der Winde ist durch die Frequenzsteuerung der Asynchronmotoren stufenlos
regelbar. Maximal werden ca. 30m/min bei geringeren Zugkräften erreicht. Anstelle von Spillköpfen hat die Winde auf der Welle
der unteren Trommeln je Seite eine Kettennuss für Ketten mit 76mm (3“) Durchmesser, die es ermöglichen, die Ketten von Rig-Ankern
vom Arbeitsdeck in auf dem Tanktopdeck eingebaute Kettenkästen zu befördern. Alle Trommeln können auch unter Last ausgekuppelt
werden. Die dafür vorgesehenen Lamellenkupplungen sind im Rahmen zwischen Elektromotoren und Getriebe angeordnet. Eine zugehörige,
voreingestellte Bremskraft verhindert das beim freien Ausrauschen befürchtete Verheddern. Die Kettennüsse sitzen starr auf der
Trommelachse. Eine Notauslösung ist jedoch über eine entsprechende Motorschaltung möglich. Der Arbeitsbereich des Achterdecks
von 315m2 wird beidseitig von einer Ladereling begrenzt. In ihrem Schutz ist nahe der Schleppwinde an Backbord und
Steuerbord je eine elektrische Beistopperwinde von Hatlapa mit 10t Zugkraft bei 15m/min montiert. Direkt hinter der Schleppwinde
ist ein großes, hohes Kruzifix mit teilweise verkleideten Feldern montiert, das auch den Bereich der höher montierten Speicherwinden
abdeckt. Knapp vor den Beistopperwinden sind beidseitig massive Stützen für die zwei Krane eingebaut. Die vordere Hälfte des
Arbeitsdecks ist mit Holzbohlen belegt. Zwischen Ladereling und Schanzkleid sind die übliche Decksausrüstung (Poller etc.)
sowie ca. 11,50m vom Heck je ein vertikales, hydraulisch angetriebenes Spill von Hatlapa mit 5t Zugkraft untergebracht. Etwa 2,50m
weiter Richtung Bug ist vor der Backbordladereling ein Knickarmkran der Firma Palfinger Marine vom Typ PK65002 MD montiert.
Zum Arbeitsbereich ist er durch eine weitere Ladereling geschützt. Die obere Hälfte kann notfalls demontiert werden. Der Kran
hat eine SWL von 2,8t bei 14m Ausladung. Diese SWL verringert sich auf 1,4t bei eine signifikanten Wellenhöhe Hs von 2,0m.
Dabei ist Hs das arithmetische Mittel der Wellenhöhen von demjenigen Drittel der Wellen, die innerhalb des Beobachtungszeitraums
die größten Wellenhöhen haben. An Steuerbord sind zwischen Schanzkleid und Ladereling Ersatzanker, J-Haken und Grapnel montiert.
Für Ankerarbeiten ist eine ca. 5,00m breite, dreigeteilte Heckrolle mit ca. 2,00m Durchmesser und einer zulässigen Last (SWL)
von 500t eingebaut. Davor sind für jede der zwei Ankerarbeitstrommeln je eine Karm Fork mit 650t SWL und zwei Schlepppfosten mit
300t SWL montiert. ORCUS ist nach der Verbreiterung direkt mit einem A-Bock ausgerüstet worden, der ein eigenes externes hydraulisches
Antriebspacket hat. Der A-Bock hat eine Reichweite von 13m über Deck sowie 9m hinter dem Heck bei einer SWL von 180t. Die Hydraulikstation
stammt von Rexroth und ist in einem Container untergebracht, der Backbord achtern auf Stützen zwischen der Ladereling und dem
Schanzkleid montiert ist. URANUS wird vorerst nur verbreitert. Der Schlepper kann dann später mit einem A-Bock nachgerüstet werden.
Die Schlepper können mit einem A-Bock ausgerüstet werden, der ein eigenes externes hydraulisches Antriebspacket
hat. Der A-Bock hat eine Reichweite von 13m über Deck sowie 9m hinter dem Heck bei einer SWL von 200 bzw. 250t. Uranus wird vorerst
nicht mit dem A-Bock ausgerüstet. Im Aufbaubereich sind seitlich der Schleppwinde an Backbord die Bergungs- und Schlepplast, eine
Farbenlast und ein Müllraum, an Steuerbord die Feuerbekämpfungslast und das Notstromaggregat von Caterpillar vom Typ C9 mit 208kVA/167kW
angeordnet. Im Bugbereich befinden sich Lagerräume. Dahinter sind bis hin zur Schleppwinde Kühlräume, Kombüse, Crew-Messe, Gästemesse,
Umkleideraum, Krankenrevier und die Einzelkabine des Kochs untergebracht.
Zwischendeck:
Auf der Steuerbordseite ist ein schnelles Rettungsboot/ Arbeitsboot des Typs FRB600-IB
mit der zugehörigen Davit DFR 600S II / MOR angeordnet. Beide stammen von der Bootswerft Ernst Hatecke. Das Boot ist mit einem
innenliegenden 130PS Dieselmotor und Vosper Wasserjetantrieb ausgestattet. Der Unterkunftsbereich liegt innerhalb des Rumpfes
und ist als Gästebereich vorgesehen. Es sind vier Zweibettkabinen und acht Zweibettkabinen mit zwei Zusatzbetten vorhanden.
Im Kern sind Lagerräume, die Wäscherei und Nasszellen, im Bug das Kabelgatt untergebracht.
Backdeck:
Auf der Back stehen zwei Hatlapa Ankerwinden, ausgerüstet mit jeweils Kettennuss, Verholtrommel
und Spillkopf und davor die beiden zugehörigen Kettenstopper. Die Winden sind verstärkt ausgelegt, so dass in bis zu 160m Wassertiefe
geankert werden könnte. Es sind drei „High Holding Power“ Anker (Reserveanker auf dem Achterdeck) vom Typ AC-14 mit einem
Mindestgewicht von 2.250kg vorhanden. Zwei der Anker sind an 275m Kette mit 42mm Durchmesser der Festigkeitsklasse k3 angeschlagen.
Es ist ein 200t Smit-Bracket zur schnellen Befestigung einer Schleppverbindung hinter der Panamaklüse vorgesehen. Im Aufbau sind
die Unterkünfte für Gäste und die Klimaanlage untergebracht. Im Einzelnen sind dies eine Rezeption, ein Tagesraum, sieben
Zweibetträume (drei davon für die Besatzung), ein Lagerraum und die zugehörigen separaten Sanitäranlagen. Hinter dem Aufbau
sind zwei Speicherwinden mit einer Kapazität von je 2.000m Synthetikseil von 203mm Durchmesser oberhalb der Schleppwinde auf
einem um ca. 1,20m angehobenen Decksbereich montiert. Die Winden sind ebenfalls mit einer manuellen Aufspulvorrichtung
ausgestattet. Seitlich neben dem Kruzifix sind auf Höhe dieser Plattform an Backbord- und Steuerbordseite je ein hydraulischer,
frei drehbarer Teleskopkran vom Typ Palfinger Marine PTM 850 auf den vorhandenen Stützen montiert. Die SWL beträgt 5,2t bei 14m
Ausladung und verringert sich bei einer signifikanten Wellenhöhe Hs von 2,00m auf 2,4t.
Wohndeck 1:
Hier sind fünf 1-Bettkabinen mit eigenem Sanitärbereich für Offiziere, zwei 2-Bettkabinen,
ein externer Sanitärbereich, ein Büro, und zwei Lagerräume untergebracht. Neben den äußeren Treppenaufgängen sind an der Reling
je Seite drei selbstaufrichtende Zodiac ZMEC 37 TOSR Rettungsinseln für je 37 Personen auf Abwurfgestellen montiert.
Wohndeck 2:
An der Vorderfront sind die Räumlichkeiten für Kapitän und 1.Ingenieur mit jeweils Wohn-,
Schlafraum und Sanitärbereich untergebracht. Außerdem gibt es eine 2-Bettkabine mit Sanitärbereich und Lagerräume. Eine 1-Bettkabine
für einen Schleppinspektor mit Sanitärbereich und ein Tagesraum haben Fenster nach achtern.
Brückendeck:
Den größten Raum nimmt das Steuerhaus ein. Es ist vollständig von einem Gang umgeben.
Die Raumaufteilung entspricht im Großen und Ganzen der von JANUS und URSUS. Der Hauptfahrstand nimmt etwa 60% der
Vorderfrontbreite ein und ist gegenüber der Frontwand zurückgesetzt. In beiden Brückennocks ist außen ein separater kleiner
Fahrstand eingebaut. Zwischen den Fahrständen ist jeweils eine Sitzbank angeordnet. Der hintere Teil der Brücke ist schmaler und
zwischen die Schornsteine eingepasst. Hier ist ein zusätzlicher Fahrstand mit Blick auf das Arbeitsdeck angeordnet. Der achtere
Fahrstand ist dreigeteilt mit zwei Arbeitssesseln. An Steuerbord ist der Schiffsfahrstand, an Backbord der Windenfahrstand aufgestellt.
Unter anderem Schleppwinde und Backdeck können über Kameras überwacht werden. Zwischen vorderem und hinterem Fahrstand sind auf
der Backbordseite die Kommunikationskonsole und eine Sitzbank eingebaut. Innen neben der Sitzbank befindet sich der Niedergang
und an dessen Steuerbordseite ein Tisch und zwei Sitzbänke. Auf der Steuerbordseite befinden sich der Kartentisch mit Navtex,
Echolot und DGPS. Eine Teeküche stößt gegen den Kartentisch. Die Navigations- und Kommunikationsausrüstung ist auf dem neuesten
Stand der Technik. Unter anderem sind vorhanden: zwei ARPA-Radargeräte mit ECDIS Funktion (elektronische Kartensysteme), Differential
GPS (DGPS) sowie Magnetkompass, drei Kreiselkompasse, Echolot, Geschwindigkeits- und Windmesser. Die Kommunikationseinrichtungen
entsprechen dem „Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem“, und sind innerhalb 70° nördlicher und südlicher Breite nutzbar
(GMDSS A3).Die Ausrüstung enthält neben NavTex-Funkfernschreibsystem auch MW-, KW-, und UKW-Funkausrüstungen für Sprechfunk- und
Digitalen Selektivruf (DSC)-Betrieb, Inmarsat C und F Satellitentelefon mit Fax und E-Mail, Iridium Satellitentelefon sowie
Radarantwortbake (SART) und Seenotfunkbake (EPIRB). Das Iridium System deckt auch die Polarbereiche ab. Die Ausrüstung stammt
weitgehend von SAM Electronics, einer Tochterfirma von L3 Communications Corporation. Zusätzlich ist ein dynamisches Positionierungssystem
der Firma L3 Dynamic Positioning & Control Systems, ehemals Nautronix, nach DP2-Standard installiert.
Peildeck:
Hier sind der Magnetkompass und drei vom Steuerhaus fernbedienbare Suchscheinwerfer der
Firma Ibak aufgestellt.
Radarplattform:
Sie überbrückt das Peildeck und verbindet die beiden Abgaspfosten. Sie trägt den Mast,
eine Radarantenne und die beiden 1.200m3/h Feuerlöschmonitore. Eine weitere Radarantenne befindet sich im Mast.
Besatzung:
Die Schlepper fahren mit einer Crew von 15 Personen. Insgesamt sind Unterkünfte für 59
Personen für den Fall vorhanden, dass Personal des Auftraggebers mitfährt. Die Aufbauten sind voll klimatisiert.