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Im Januar 1999 stellte Kotug BV mit der SD
JACOBA, einem Robert Allen Ltd (RAL) ASD 30/60 Design, den ersten ASD (Azimuth Stern Drive)-Schlepper in Dienst. In 2006
folgten weitere, SD Gironde und zwei Schwestern, diesmal nach einem Entwurf von Kenton Marine, die auch für die Ausführungsplanung
der Rotor®-Schlepper RT ANTONIE und deren Schwestern verantwortlich waren. Letztere Schlepper waren von MedMarine in der Türkei
gebaut worden. Nachdem auch Schlepper für den Einsatz in Le Havre abgestellt werden mussten, charterte Kotug immer wieder
Schlepper für den Einsatz im Rotterdamer Hafen. Es war also Bedarf für neue Schlepper vorhanden. Mit der neuen Bestellung
von vier Schleppern wandte sich Kotug wieder an Medmarine. Die Schlepper wurden nach dem RAmparts 3200 Entwurf von RAL
gebaut:
SD SHARK SD STINGRAY SD SEAL SD SEAHORSE
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RAL hat den RAmparts 3200 Entwurf entwickelt, um Werften ohne eigenes Konstruktionsbüro zu ermöglichen, auch
Schlepper anzubieten. Es handelt sich zwar um einen Standard-Entwurf, er wird jedoch von RAL den Wünschen der zukünftigen Eigner
angepasst. Schlepper dieses Typs werden derzeit bei verschiedenen Werften in der Türkei und China gebaut. Der erste Schlepper
wurde 2003 von Sanmar in der Türkei als Typ Escort abgeliefert. Inzwischen ist der Entwurf eine Erfolgsgeschichte. Ende 2007
waren bereits 60 dieser Schlepper im Einsatz, im Bau oder in Planung. Die türkische Werft Eregli Shipyard, Teil der MedMarine
Gruppe, begann Mitte 2006 sechs RAmpart 3200 Schlepper auf eigene Rechnung zu bauen. Vier dieser Schlepper wurden an Kotug
verkauft. Sie wurden zwischen Mitte Januar und Ende Mai 2008 zu Wasser gelassen. Als Erste kam SD SHARK am 8.04.2008 in
Rotterdam an, SD SEAHORSE folgte als letztes Schiff am 7.08.2008.
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Allgemein: Die vier Schlepper sind typische ASD-Schlepper mit den Ruderpropellern unter
dem Heck. Sie sind ca. 5m vom Heck montiert und dabei um etwa 6° nach hinten gekippt, um die Winkel der Kardangelenke zu verringern
und die Antriebsleistung zu verbessern. Die beiden Schottel Ruderpropeller sind vom Typ SRP 1515 CP mit Verstellpropellern von 2,60m
Durchmesser, die in Düsen laufen. Die Ruderpropeller ragen dabei um ca. 1,30m unter dem Rumpf heraus. Das vom Bug bis ca. 12m
vorm Heck verlaufende Totholz bietet dabei einen gewissen Schutz für die Antriebe im Falle einer Grundberührung und verbessert
den Geradeauslauf der Schlepper. Die Ruderpropeller werden von zwei Caterpillar Typ 3516 C Dieselmotoren mit je 1.920kW (2.609PSe)
bei 1.600U/min über Kardanwellen angetrieben. Mit dieser Motorisierung erreichen die Schlepper eine maximale Freifahrtgeschwindigkeit
von 14,8kn und Pfahlzüge von 65t vorwärts sowie 60t rückwärts. Die Bunkerkapazitäten betragen 132m3 Diesel, 40m3
Trinkwasser, 17,5m3 Schaum und 36m3 Ballastwasser. Die Schlepper sind nach FiFi1 Standard ausgerüstet.
Zwei Step-Up Getriebe von Kumera sind an der Vorderseite der Hauptmotoren montiert und treiben Pumpen von Scanpump AB an. Die
Pumpen versorgen zwei Fire Fighting Systems (FFS) Monitore und die Selbstschutz-Sprühanlage mit 2x 1.200m3 und
300m3/h. Die Schlepper sind für uneingeschränkte Fahrt zugelassen.
Tank Top Deck: vom Bug zum Heck sind folgende Abteilungen angeordnet: Vorpiek, Diesel- und Trinkwassertanks,
Maschinenraum, Raum mit Speicherwinde für Ersatzdraht und seitlichen Tanks, Ruderpropellerraum, Achterpiek. Im Maschinenraum sind
zusätzlich zu den beiden Hauptmaschinen mit den Feuerlöschpumpen zwei Generatorsets Scania DI 1262 M mit einer Leistung von je
175kW hintereinander in Schiffsmitte montiert. Zusätzlich gibt es an Backbord einen Hafengenerator Sisu 420 DSR MG mit 60kW.
Zwischendeck:Das Zwischendeck befindet sich etwa auf halber Höhe des Maschinenraums oberhalb von
Diesel- und Frischwassertank. Es beginnt ca. 3,50m vom Bug und ist etwa 9m lang. Es liegt komplett unter der erhöhten Back.
Auf dem Deck sind zwei Mannschafts-Zweibettkabinen, Stores, separate Sanitärzellen und ein Raucherraum untergebracht. Am hinteren
Ende des Decks überblickt der Maschinensteuerraum den tieferliegenden Maschinenraum.
Hauptdeck: Achterdeck: Die achtere, hydraulische Schleppwinde ist zwischen den Schornsteinen
eingebaut. Sie ist vom Typ DTW 45x180 H und stammt von der türkischen Firma DATA Hidrolik Makina Sanayi A.S. Sie hat eine Trommel
und einen Spillkopf. Die Winde hat Zugkräfte von 45t bei 5m/min bzw. 11t bei 20m/min und eine Haltekraft von 180t. Auf dieser
Winde wird ein 51mm Stahldraht von 600m Länge mit Kunstfaser-Recker und Stahldraht-Vorläufer gefahren. Direkt hinter der Winde
steht ein Schleppbock. An dessen Steuerbordpfosten ist ein Schlepphaken der Firma DATA Hidrolik mit einer zulässigen Last von
70t montiert. Abweichend vom Standardentwurf RAmpart 3200 hat das Heck keine Rolle sondern ein geschlossenes Schanzkleid und
zusätzlich eine Ladereling. Kurz vor dem Heckschanzkleid ist eine stehende Klüse auf das Deck geschweißt.
Vordeck: Ungefähr auf halber Länge führen vier Stufen auf das erhöhte Vordeck. Vor dem Aufbau ist auf der Back eine
hydraulisch betriebene kombinierte Anker- , Schlepp- und Escort-Winde ebenfalls von DATA Hidrolik, Typ DEW 35.65x180 HZ, montiert.
Sie hat eine Trommel, zwei Kettennüsse und zwei Spillköpfe. Die Trommel ist mit 180m Ultraline, einem Kunstfaserseil, mit 76mm
Durchmesser belegt. Sie hat Zugkräfte von 35t bei 6m/min bzw. 6t bei 30m/min. Die Haltekraft beträgt 180t. Im Escort-Betrieb
hält die Winde 50t beim Ausgeben des Seils. Vor der Winde steht ein Schleppbock. Die beiden Ankerketten haben 24mm Durchmesser
bei Festigkeitsklasse K2 und sind mit zwei HHP-Ankern von mindestens 450kg Gewicht verbunden.
Aufbau: Auf Höhe des Vordeck sind auf der Steuerbordseite die Einbettkabinen für Kapitän und Ingenieur untergebracht.
Sie haben jeweils ihre eigene Nasszelle. Auf der Backbordseite befinden sich Messe und Kombüse. Hinter dem Aufbau sind beidseitig
die Schornsteine mit dahinter liegenden Lüftungsschächten angeordnet. Zum Schutz vor brechenden, schlagenden Schleppdrähten sind
die hinteren Außenecken der Lüftungsschächte mit Stahlrohren verstärkt. Die Schlepper sind vollklimatisiert.
Brückendeck:Vorne ist je Seite ein Feuerlöschmonitor der Firma Fire Fighting Systems (FFS) montiert.
Die hinteren zwei Drittel des Decks nimmt das Steuerhaus ein. An seinen beiden Seiten ist im Bereich der Reling je eine 12-Personen
Rettungsinsel von Viking montiert. Hinter dem Steuerhaus ist auf der Backbordseite oberhalb des Lüftungsschachtes ein hydraulischer
Knickarmkran Typ 060-PO-YM2 der türkischen Firma Özdörtler Hidrolik Makina Sanayi ve Ticaret Limited eingebaut. Der Kran hat eine
zulässige Last von 750kg bei der maximalen Ausladung von 7,30m. Bei 3m Ausladung trägt er 2t. Auf der Steuerbordseite ist oberhalb
des Lüftungsschachtes das feste Rettungsboot abgelegt. Es stammt vom von der Firma Ernst Hatecke und ist ein Typ RB400 mit 15PS
Außenbordmotor. Das Steuerhaus ist an der Hinterkante des Decks plaziert . Es ist um ca. 1m gegenüber dem Brückendeck angehoben.
In dem so entstehenden Raum sind Batterien und Teile der Klimaanlage untergebracht. Um das Achterdeck gut überblicken zu können,
ist der Fußboden an der Hinterkante abgesenkt und bildet das Podest des Treppenaufgangs. Auf dem Podest ist ein Teil der
Kommunikationseinrichtungen untergebracht. Oben stehen links und rechts der Schiffsmittellinie zwei Bedienkonsolen. Sie tragen
alle erforderlichen Bedienelemente für u.a. Ruderpropeller, Winden, Beleuchtung und Feuerlöschanlage. Zwischen den Konsolen ist
ein schienengeführter Sitz eingebaut. Die Navigationsausrüstung beinhaltet Magnetkompass, Kreiselkompass, Autopilot, zwei Radargeräte,
GPS, Echolot, und AIS. Die Kommunikationsausrüstung ist nach GMDSS-A3 Standard und enthält VHF, Navtex, Epirb, SART und Inmarsat C.
Peildeck:Hier sind der Mast, der Magnetkompass und zwei Suchscheinwerfer und Antennen untergebracht.
Der Mast trägt die zwei Radarantennen, die Navigationsbeleuchtung sowie weitere Antennen.
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Die vier Schlepper sind derzeit im Rotterdamer Europoort stationiert und werden überwiegend
dort in der Schiffsassistenz eingesetzt.
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- Hauptabmessungen und Leistungen |
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| Länge ü.A.: |
32,00m |
| Länge zw. Loten: |
30,00m |
| Breite ü.A.: |
12,00m |
| Breite auf Spanten: |
11,60m |
| Seitenhöhe auf Spanten: |
05,36m |
| Tiefgang Rumpf: |
04,19m auf Sommerladelinie |
| Tiefgang, Unterkante Antriebe: |
05,54m auf Sommerladelinie |
| Höhe über Wasserlinie: |
20,00m |
| Vermessung: |
483 BRZ,145 NRZ |
| Hauptmaschinen: |
2x Caterpillar 3516C Dieselmotoren |
| Leistung: |
2x 1.920kW /2.609PSe (gesamt 3.840kW/ 5.218PSe) bei 1.600 U/min (750U/min) |
| Geschwindigkeit: |
14,8kn |
| Pfahlzug, vorw./rückw.: |
65t/ 60t |
Quellen: MedMarine/ Eregli shipyard
DATA Hidrolik
Özdörtler Hidrolik
Schottel
Kotug
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| SD Shark |
SD Seal |
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| SD Stingray |
SD Shark & SD Stingray |
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| SD Shark |
SD Stingray Bugansicht des Aufbaus |
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| SD Stingray - Bugfender |
SD Stingray Steuerbordansicht des Aufbaus |
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| SD Stingray - Heckansicht |
SD Stingray Backbordansicht des Aufbaus |
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| SD Shark Bugansicht der Brücke |
SD Seal Steuerbordansicht der Brücke |
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| SD Shark Heckansicht der Brücke |
SD Shark Backbordansicht der Brücke |
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| SD Shark Bugansicht der Back |
SD Shark Back von der Brücke aus |
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| SD Shark Data Hidrolik Winde auf der Back |
SD Shark Achterdeck von der Brücke gesehen |
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| SD Shark - Data Hidrolik Heckschleppwinde |
SD Shark Schleppbock mit Schlepphaken |
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| SD Stingray Hatecke RB 400 Rettungsboot |
SD Stingray - Özdörtler Hidrolik Knickarmkran |
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| SD Stingray Feuerlöschmonitore |
SD Stingray FFS Feuerlöschmonitor |
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| SD Stingray - Mast |
SD Shark Treppenpodest in Brücke mit Kommunikationsausrüstung |
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| SD Shark Bedienkonsolen in der Brücke |
SD Shark Backbord-Steuerpult |
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| SD Shark - Hauptschalttafel |
SD Shark Maschinensteuerpult mit Blick auf Maschinenraum |
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| SD Shark Steuerbordmotor Caterpillar 3516 C |
SD Shark Maschinenraum, Blick zum Bug |
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| SD Shark Scania Generator Set |
SD Shark - Steuerbordmotor |
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| SD Shark Backbordmotor |
SD Shark Kumeragetriebe und Scanpump Feuerlöschpumpe |
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| SD Shark Sisu Hafengenerator |
SD Shark - Kardangelenk |
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