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- Die Rotor®-Schlepper Typ RT 60 |
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Im Januar 1999 nahmen die ersten Rotor
®-Schlepper, RT INNOVATION und drei Schwesterschiffe, ihre Arbeit in den Häfen von Bremerhaven und Rotterdam
auf. Obwohl in der Fachpresse hoch gelobt, blieben Nachbauten für lange Zeit aus. Erst Ende März 2004 bestellte Kooren
Shipbuilding and Trading (KST), der Entwickler und Vermarkter der Rotor®-Schlepper, zwei Rotor®-Schlepper des
Typs RT-60 mit 60+ t Pfahlzug bei ASL Shipyard Pte Ltd (ASL) in Singapore. Eine Option für zwei weitere Schlepper des gleichen
Typs wurden bald darauf in eine feste Bestellung umgewandelt.
Die vier RT-60 erhielten folgende Namen:
RT CLAIRE RT STEPHANIE RT ANTONIE RT ZOE
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In den fünf Jahren seit der Indienststellung von RT INNOATION und ihren Schwestern sind die vier Schlepper
auf Herz und Nieren geprüft worden. Dabei wurden sie auch in Einsatzbereichen getestet, für die sie ursprünglich nicht entworfen
worden waren, wie Offshore- und Eskort-Schleppdienste. Diese Erfahrungen hat KST in die Weiterentwicklung der Rotor®-Schlepper
einfließen lassen und zwischenzeitlich Entwürfe für Rotor®-Schlepper mit 45t, 60t und 75t Pfahlzug entwickelt. Der 60t
Entwurf erfüllte die Anforderungen des Charterers der ersten beiden, neu bestellten Schlepper, Société Nouvelle de Remorquage
du Havre (SNRH), für den Einsatz in Le Havre am Besten. Die Bestellung der ersten beiden Schlepper, RT CLAIRE und RT STEPHANIE,
erfolgte Ende März 2004 bei ASL in Singapore. Die Ausführungsplanung (detailed design) wurde an Vuyk Kenton ebenfalls in Singapore
vergeben. Ende Juli 2005 wurden beide Schlepper in Singapore getauft. Beide Schlepper wurden von Redwise nach Rotterdam überführt.
RT STEPHANIE kam dort am 1.11.2005 an, RT CLAIRE nach einigen Assistenzarbeiten in Singapore am 15.12.2005. Die später bestellten
RT ANTONIE und RT ZOE wurden am 8.03.2006 von ASL an den Auftraggeber KST übergeben und gemeinsam von Redwise nach Europa überführt.
Bei einem Bunkeraufenthalt im Mittleren Osten wurde RT ZOE zur Unterstützung bei der Bergung der HYUNDAI FORTUNE gechartert.
Am 3.04.2004 kollidierte die noch mit Redwise Überführungscrew fahrende RT ZOE mit dem Bug des Havaristen. Sie wurde daraufhin
mit schwer beschädigtem Steuerhaus als Decksladung an ihren späteren Einsatzort Hamburg überführt, wo sie am 3.05.2006 an Bord
der FAIRPARTNER ankam. Sie wurde bei Blohm & Voss repariert und in Hamburg in Dienst gestellt. RT ANTONIE verblieb zur Unterstützung
der HYUNDAI FORTUNE im Golf von Aden, allerdings mit einer Kotug Crew. Sie erreichte Mitte Juli 2006 Bremerhaven, wo sie seitdem
von Kotug eingesetzt wird.
Im Folgenden werden an erster Stelle RT ANTONIE und RT ZOE beschrieben, da von ihnen Detailfotos vorliegen.
Bei RT CLAIRE und RT STEPHANIE abweichende Daten werden in Klammern angehängt.
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Allgemein:Das Antriebkonzept der ersten Rotor®-Schlepper ist unverändert geblieben.
Die Schlepper sind Traktorschlepper mit zwei Ruderpropeller unter dem Bug, bei denen die Heckflosse durch einen dritten Ruderpropeller
ersetzt ist. Die Antriebe sind jeweils durch Dockstützen geschützt. Die Ruderpropeller sind von Wartsilä/Lips vom Typ CS-200
(Niigata ZP-21). Die Verstellpropeller (Festpropeller mit Kupplung) von 2,10m (2,00m) Durchmesser laufen in Düsen. Angetrieben
werden die Ruderpropeller von drei Wartsilä 8L20 (Niigata 6L25) Dieselmotoren mit je 1340kW / 1821PSe (1350kW / 1835PSe) bei 1000U/min
(750U/min). Mit dieser Motorisierung erreichen die Schlepper Pfahlzüge von 70t vorwärts und 68t rückwärts sowie eine maximale
Freifahrtgeschwindigkeit von 12kn. Die Bunkerkapazitäten betragen 128m3 Dieselöl, 42m3 Trinkwasser und 41m3 Ballastwasser.
Die Reichweite beträgt bei Einsatz nur einer Maschine 4000sm. Beide Schlepper sind nach FiFi1 Standard (ohne Standard) mit
zwei (einer) Fishcon Pumpen mit je 1200m3/h (1500m3/h) Leistung ausgerüstet, die an das hintere
Motorende gekuppelt sind. Sie versorgen zwei (ein) Löschmonitore. Die Schlepper haben eine Selbstschutz-Sprühanlage mit einer
Leistung von 300m3/h.
Unterhalb des Hauptdecks: Der achtere Ruderpropeller ist in einem separaten Abschnitt untergebracht.
Davor befindet sich der Maschinenraum mit den drei Hauptmaschinen, zwei Cummins Dieselgeneratoren mit 120kW Leistung und den
Feuerlöschpumpen. Die Hauptmaschinen sind mit möglichst kurzen Wellen an die Ruderpropeller angekoppelt. Dadurch stehen die
Hauptmaschinen nicht mehr nebeneinander, sondern gegeneinander längs versetzt. Vor dem Maschinenraum befindet sich der Raum
für die vorderen Ruderpropeller. Davor befinden sich zwei Doppelkabinen mit dazwischen liegender Sanitärzelle.
Hauptdeck:
Aufbau: vorne sind auf diesem Deck zwei Einzelkabinen mit jeweils eigener
Sanitärzelle für Kapitän und Chefingenieur vorhanden. Zusätzlich befinden sich hier die Kombüse, Messe, eine Toilette und ein
Lager-/Mehrzweckraum mit Waschmaschinen und Umkleidebereich. Unterkünfte und Steuerhaus sind voll klimatisiert. Die Schornsteine
sind an das achtere Ende des Aufbaus angesetzt. Dahinter sind an Backbord der CO2- Raum und an Steuerbord ein Lagerraum angeordnet.
Achterdeck: Die achtere Schleppwinde ist zwischen den Schornsteinen eingebaut. Die hydraulische Plimsoll-Winde hat
eine Trommel mit einer Zugkraft 30t bei max. 15m/min und eine Haltekraft von 150t. Sie hat einen Spillkopf. Auf dieser Winde,
die bei den Rotor®-Schleppern bevorzugt genutzt wird, wird ein 52mm Stahldraht mit Kunstfaser-Recker und 48mm
Stahldraht-Vorläufer gefahren. Hinter der Winde ist an einem Poller ein Schlepphaken mit einer zulässigen Last von 65t angeschlagen.
Oberhalb des achteren Ruderpropellers ist der Schleppbock montiert. Im achteren Schanzkleid ist in einer Öffnung eine kleine
Heckrolle, L x Ø = 1200 x 500mm, für Ankerarbeiten eingebaut. Von innen ist die Rolle durch eine Klappe abgedeckt.
Vordeck: Es ist ca. 1m gegenüber dem Achterdeck angehoben. Die Übergangsstufen befinden sich am hinteren Ende des
Aufbaus. Vor dem Aufbau ist die gleiche Schleppwinde wie achtern montiert. Sie ist derzeit allerdings mit einem Kunstfaser-Schleppseil
belegt. Vor der Schleppwinde sind zwei elektrisch betriebene Plimsoll-Ankerwinden eingebaut.
Bootdeck: Vorne ist je Seite eine Rettungsinsel für 6 Personen angeordnet. Es ist kein Boot vorhanden.
Achtern sind hinter den Schornsteinen die zwei Feuerlöschmonitore (einer, an Stb) eingebaut. Im Mittelbereich ist ein nur ca. 1m
hohes Deck angeordnet, das den Batterieraum sowie Stores beherbergt und das Steuerhaus trägt.
Brückendeck: Zwei Bedienkonsolen sind links und rechts der Mittellinie im Steuerhaus angeordnet.
Auf ihnen sind alle Bedienelemente untergebracht, wie u.a. die drei Steuerhebel für die drei Ruderpropeller und ein Master-Steuerhebel
zur gemeinsamen Steuerung aller Antriebe. Zwischen den Konsolen ist ein schienengeführter Sitz eingebaut. Die Navigationsausrüstung
beinhaltet Magnetkompass, Kreiselkompass, Autopilot, ein Radar, GPS, 2x Echolot, und Tiefenmesser. Bis auf die drei erstgenannten
stammen die Geräte von Furuno. Die Kommunikationsausrüstung ist nach GMDSS-A2 Standard und enthält VHF, Navtex, Epirb, SART, Fax und Intercom.
Peildeck: Hier sind der Mast, das Radargerät, der Magnetkompass, zwei Suchscheinwerfer und die Antennen untergebracht.
Der Mast kann ca. 1,50m oberhalb des Decks umgeklappt werden und trägt nur Navigationsbeleuchtung und Flaggenleinen.
Einsatz: RT STEPHANIE war die meiste Zeit in Le Havre, ohne dort arbeiten zu dürfen.
Währenddessen arbeitete RT CLAIRE in Rotterdam. Beide konnten dann im Oktober 2006 endlich für SNRH an die Arbeit gehen,
nachdem sich SNRH nach sieben Jahren rechtlicher Auseinandersetzungen die Erlaubnis gerichtlich erstritten hatte. RT ZOE und
RT ANTONIE arbeiteten von Beginn an in Hamburg bzw. in Bremerhaven.
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Hauptabmessungen:
| Länge ü.A.: |
28,30m |
| Länge Wasserlinie: |
26,10m |
| Breite ü.A.: |
11,70m |
| Seitenhöhe: |
05,24m |
| Tiefgang des Rumpfes: |
02,60m |
| Tiefgang, maximal: |
03,86m |
| Höhe über Wasserlinie: |
11,00 m bei geklapptem Mast |
| Verdrängung: |
490 t |
| Vermessung: |
343 BRZ, 102 NRZ |
| Hauptmaschinen: |
3x Wartsilä 8L20 (Niigata 6L25) Dieselmotoren |
| Leistung: |
3x 1340kW /1821PSe (1350kW /1835PSe) bei 1000U/min (750U/min) |
| Pfahlzug, vorw./rückw.: |
70/ 68t |
| Geschwindigkeit: |
12kn |
Quellen: International Tug & Salvage September / Oktober 2005, Lekko International Nr. 155, Website Kotug,
Website Kooren Shipbuilding and Trading
Für Vergrößerungen der Bilder bitte auf die Miniaturen klicken!
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| RT Claire in Rotterdam |
RT Antonie in Bremerhaven |
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| RT Antonie in Bremerhaven |
RT Antonie in Bremerhaven |
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| RT Antonie in Bremerhaven |
RT Zoe in Hamburg |
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| RT Zoe: Stb-Seite Aufbau |
RT Zoe: Heckansicht Aufbau |
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| RT Zoe: Bb-Seite Aufbau |
RT Zoe: Stb-Seite Steuerhaus |
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| RT Zoe: Bb-Seite Steuerhaus |
RT Zoe: Bugansicht Steuerhaus |
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| RT Zoe: Feuerlöschmonitor |
RT Zoe: Stb-Ansicht Mast |
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| RT Zoe: Heckansicht Mast |
RT Zoe: Achterdeck |
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| RT Zoe: achtere Schleppwinde |
RT Zoe: Schleppbock |
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| RT Zoe: Schlepphaken |
RT Zoe: Notausstieg Ruderpropellerraum |
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| RT Zoe: Vordeck |
RT Zoe: Bugschleppwinde |
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| RT Zoe: Ankerwinden |
RT Zoe: Maschinenraum |
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| RT Zoe: Hauptmaschine |
RT Zoe: Bb-Ruderpropeller |
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| RT Zoe: Feuerlöschpumpe |
RT Zoe: Stb-Konsole |
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| RT Zoe: Unit- und Mastercontroller |
RT Zoe: Bb-Steuerkonsole |
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| RT Antonie: im Dock Heckansicht |
RT Antonie: im Dock Bugpropeller |
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