Allgemein: Der DELTA TUG hat einen besonderen Rumpf. Bei der Entwicklung wurde Wert darauf gelegt,
dass der Tiefgang möglichst gering ausfällt. Die Kortdüsen in denen sich die Wärtsilä Lips-Festpropeller mit einem Durchmesser von 2000mm drehen
sind in Vertiefungen des Rumpfes eingelassen. Am Bug befindet sich unter Wasser in Verlängerung des Kiels eine kleine "Nase".
Darin befindet sich das hydraulisch betriebene Bugstrahlruder von Veth mit einer Leistung von 150kW. Jeder Schlepper wird durch ein Paar
Caterpillar 3508BTA Dieselmotoren angetrieben. Die Motoren entwickeln zusammen ein Leistung von 2000bhp ( 1492kW ).
Diese Konfiguration sorgt für eine Geschwindigkeit von 10kn und einem Pfahlzug von 28t. Am Bug befinden sich die für ein Schubschiff typisch
Schubschultern mit einem umfangreichen Fendersystem.
Vordeck:
Beide Schubschultern haben auf der Rückseite eine Leiter. Auf der Spitze befindet sich je ein Einzelpoller.
Zwischen den beiden Schubschultern hinter dem Bugschanzkleid befindet sich mittig ein großer H-Poller. Nach Bb-Seite versetzt zwischen H-Poller und Schubschulter
befindet sich die Ankerwinde. An der vorderen Seite des Deckshauses für ein Niedergang auf das Deckshausdach und den eingängen in das Steuerhaus.
Gleich neben dem Niedergang ist der Notausstieg für die Crewkabinen. In den Seitengängen Richtung Arbeitsdeck wurden diverse
Lüfter plaziert.
Arbeitdeck:
Die freie Fläche des Arbeitsdecks beträgt 60m2 und ist mit einem Holzbelag gegen Schläge geschützt. An der hinteren Kante des Deckshauses steht
die hydraulisch betriebene 2-Trommel-Winde von Kraaijeveld. Die Zugkraft der Winde beträgt 50t bei 7-14m/min, die Haltekraft liegt bei 70t.
Die Schlepptrommel trägt einen Schleppdrht von 700m Länge und einem Durchmesser von 38mm. Die Trommel für Ankerzieharbeiten trägt 200m Schleppdraht
mit 44mm Durchmesser. Für die Ankerarbeiten gibt es auf dem Arbeitsdeck zusätzlich noch einen Drahtstopper und Schlepppins von WK Hydraulics.
An dem Schlepppoller hinter der Winde wurde der Mampaey-Schlepphaken mit 35t SWL befestigt. Die Heckrolle ist ca. 3m breit und hat eine zulässige Last von 150t SWL.
An Steuerbord neben der Schleppwinde steht der DD-Marinekran mit einer zulässigen Last von 21t bei 5,1m Ausladung. Bei 12,19m darf der Kran
noch 9,25t heben. An Stb-Seite befinden sich hinter dem Schanzkleid die Notausstiege für den Rudermaschinenraum und den Hauptmaschinenraum.
unter Arbeitsdeck:
Im vorderen Bereich des Schiffes befinden sich die Unterkünfte für
max. 6 Besatzungsmitglieder. Auf der Stb-Seite befindet sich die Waschküche und die Duschen, an Bb-Seite eine Lagerraum. Auf der gleichen
Ebene befinden sich der Hauptmaschinenraum.
Deckshaus:
Im Deckshaus befindet sich eine großzügige Messe und eine Kombüse. Diese Räumlichkeiten lassen
sich nur durch einen Umkleideraum betreten. Trotzdem die schlepper zwei Maschinen haben gibt an der Rückseite des Deckshauses nur einen
Abgaskamin. Auf der Seite befindet sich das Logo von Smit. Auf dem Dach des Deckshauses befinden sich an beiden Seite je eine Rettungsinsel und ein
Rettungsring. Über einen Niedergang an der Bb-Seite gelang man auf das Arbeitsdeck. Ferner gibt es von hier aus auf jeder Seite einen
Zugang in das Steuerhaus.
Steuerhaus:
Im Steuerhaus befinden sich zwei parallele Konsolen. Auf der Stb-Konsole befinden sich die Fahrthebel und die Ruderanlage,
an Backbord die Bedienungselemente für das Bugstrahlruder und die Winde. Weiterhin befindet sich im Steuerhaus ein Niedergang ins Deckshaus und achtern
eine kleine Anrichte mit Waschbecken für den kleinen Kaffee zwischendurch. Die Schwestern sind mit einem Navigationspaket für GMDSS Area A2 ausgestattet.
Peildeck:
Vom Dach des Deckshauses führt eine Leiter auf das Peildeck. Hier befinden sich die zwei Radargeräte der Firma Alphatron. Der
Mast mit der Navigationsbeleuchtung ist klappbar, um auch niedrige Brücken unterfahren zu können. Je ein Suchscheinwerfer zeigt nach vorn und nach achtern.
Der Magnetkompass steht an der vorderen Kante des Deckshaus. Funkakkukiste und Klimagerät befinden sich ebenfalls auf dem Peildeck.
Einsatz:
Die drei Schwestern haben sofort nach Auslieferung ihre Arbeit aufgenommen, noch bevor sie offiziell
in einer Zeremonie getauft wurden. Sie werden im Bereich der holländischen Küste für diverse Aufgaben eingesetzt.